Marktanalysen › Analyse
Preisgestaltung bei Ferienunterkünften: Häufige Muster und Fehlannahmen
Einordnung
Die Preisgestaltung erfolgt in vielen Fällen ohne klare Strategie und orientiert sich häufig an Einzelbeobachtungen statt an strukturierten Vergleichen. Das führt sowohl zu Unter- als auch zu Überpreisungen in verschiedenen Zeiträumen.
Zentrale Beobachtungen
- Preise werden selten aktiv und regelmäßig angepasst
- Keine klare Positionierung im regionalen Markt
- Unterschiede zum Wettbewerb werden nicht systematisch genutzt
Detailanalyse
1. Orientierung am Durchschnitt
Viele Unterkünfte orientieren sich grob am wahrgenommenen Durchschnittspreis der Region – ohne diesen systematisch zu ermitteln.
Dadurch entsteht keine klare Differenzierung: weder nach oben durch eine Premiumpositionierung noch nach unten durch eine Auslastungsstrategie.
2. Preis als Steuerungsinstrument
Preis wird häufig nicht aktiv zur Auslastungssteuerung genutzt – Anpassungen erfolgen reaktiv, wenn Buchungen ausbleiben.
Gut positionierte Unterkünfte nutzen Preise proaktiv: saisonal, nach Nachfrage und in Abstimmung mit der Positionierung.
Typische Schwachstellen
In der Praxis zeigen sich häufig:
- Keine klare Preisstrategie mit definierter Positionierung
- Fehlende saisonale und nachfragebasierte Anpassungen
- Keine Verbindung zwischen Preis und wahrgenommenem Wert
Vergleich mit gut positionierten Unterkünften
Unterkünfte mit besseren Ergebnissen unterscheiden sich häufig durch:
- Gezielte Preissteuerung zur Auslastungsoptimierung
- Klare Positionierung im Wettbewerbsumfeld
- Nutzung von Marktdaten zur Preisfindung
Fazit
Die größten Potenziale liegen aktuell in:
- Aktive, regelmäßige Preisanpassung statt statischer Preislisten
- Klare Positionierung als Grundlage für die Preisstrategie
- Systematische Nutzung von Marktdaten und regionalem Vergleich